Die Frage, die uns in letzter Zeit immer häufiger erreicht
„Erstellt ihr eure Musik eigentlich mit KI?" – diese Frage bekommen wir mittlerweile so oft, dass es Zeit für eine klare Antwort wird.
Und die lautet: Nein.
Zumindest nicht, wenn es um die Musik geht. Aber der Reihe nach.
Ja, wir nutzen KI – aber nicht überall
Seien wir ehrlich: Künstliche Intelligenz ist ein fantastisches Werkzeug. Für Texte, Recherche, Konzeptentwicklung, Marktanalysen – da spart sie uns Stunden an Arbeit und hilft, Ideen schneller auf den Punkt zu bringen. Wir wären schön blöd, das nicht zu nutzen.
Auch bei Meditationen und Hypnosen setzen wir teilweise auf KI-Stimmen. Warum? Zum einen bin ich Österreicher – und so charmant der Dialekt auch sein mag, er lenkt ab oder wird von einem Großteil der Zielgruppe schlicht nicht richtig verstanden. Zum anderen zeigt die Wissenschaft: Gerade bei Einschlaf-Meditationen oder tiefen Trancezuständen ist eine monotone, gleichmäßige Stimme oft wirkungsvoller als eine emotional gefärbte. Eine KI-Stimme kann das perfekt liefern – gleichmäßig, neutral, ohne Ablenkung. Das ergibt in bestimmten Kontexten absolut Sinn, auch wenn es natürlich nicht für alle Tracks passt.
Aber Musik? Das ist eine andere Geschichte.
Warum KI-Musik für uns nicht in Frage kommt
Ich hab mir KI-generierte Musik angehört und mich intensiv damit beschäftigt. Jedes Mal hatte ich dasselbe Gefühl: technisch sauber, aber irgendwie... leer. Wie ein perfekt gedeckter Tisch ohne Essen. Musik ohne Seele, wenn man so will.
Prompten kann jeder. Aber eine Idee, die nachts im Traum auftaucht, exakt so umsetzen, wie sie sich anfühlt? Das kann keine KI. Sie weiß nicht, welche Emotion ich transportieren will. Sie spürt nicht, wann ein Klang „richtig" ist. Sie staunt nicht über das eigene Werk, wenn plötzlich alles zusammenkommt.
Und bei uns geht es ja nicht einfach nur um Musik – es geht um Musik mit Wirkung. Jede Frequenz, jede Schichtung, jeder Übergang ist bewusst gestaltet, um etwas im Gehirn und im Nervensystem auszulösen. Das erfordert nicht nur technisches Wissen, sondern auch Intuition, Erfahrung und ein Gespür dafür, was ein Mensch braucht, um in tiefe Zustände zu gelangen. Eine KI kann Töne generieren – aber sie versteht nicht, was Transformation bedeutet.
Wenn ich im Studio sitze und eine Frequenz entsteht, die genau das einfängt, was ich im Kopf hatte – dieses Gefühl von „Ja, genau DAS ist es!" – dann ist das ein Moment, den mir keine Technologie der Welt abnehmen kann. Und ehrlich gesagt: auch nicht soll.
Es geht nicht nur ums Ziel
Eine Lebensaufgabe besteht nicht darin, möglichst effizient von A nach B zu kommen. Sie besteht aus dem Weg selbst. Aus dem Flow, wenn die Hände über die Regler wandern. Aus dem Moment, wenn eine Melodie plötzlich „klick" macht. Aus dem Gefühl, wenn sich eine Idee, die nachts im Traum kam, endlich in Klang verwandelt.
Würde ich das der KI überlassen, würde ich nur noch arbeiten, um Geld zu verdienen. Und das ist definitiv nicht der Grund, warum Brainwave3D existiert.
Die Instrumente als Verlängerung der Intuition
Viele meiner Kompositionen entstehen nicht am Schreibtisch. Sie kommen in Träumen, in Meditationen, manchmal einfach so beim Spazierengehen. Plötzlich ist da eine Melodie, eine Stimmung, ein Gefühl – und das will raus.
Die Synthesizer, das Eurorack, die ganze Studiotechnik – das sind für mich keine Maschinen. Das sind Werkzeuge, um das Unsichtbare hörbar zu machen. Eine Verlängerung meiner eigenen Kreativität und Intuition sozusagen.
Mit einem KI-Prompt bekomme ich vielleicht etwas, was ganz gut klingt. Aber nicht das. Nicht genau das, was ich fühle und ausdrücken will.
Der rechtliche Aspekt von KI Musik
Es gibt noch einen weiteren Grund, der oft unter den Tisch fällt: KI-Musik bewegt sich rechtlich auf dünnem Eis. Die Modelle wurden mit urheberrechtlich geschützten Werken trainiert, und schon jetzt werden Tracks gesperrt, weil sie zu nah an geschützten Originalen liegen. Wir wollen uns und unsere Kunden langfristig schützen – allein das wäre Grund genug.
Aber der Hauptgrund bleibt ein anderer: Ich glaube, dass das Leben darin besteht, eine Aufgabe zu finden, die einen erfüllt – und diese dann voll auszuleben. Möglichst viel von diesem kreativen Prozess zu erleben, im Flow zu sein, zu erschaffen. Das ist kein Job, den ich optimieren will. Das ist der Sinn des Lebens – erfüllt zu sein.
Wir nutzen KI dort, wo sie uns hilft – aber nicht dort, wo sie uns ersetzt.
Die Frequenzen, die ihr bei uns bekommt, entstehen nach wie vor in echten Studio-Sessions, mit echten Instrumenten, durch echte kreative Arbeit. Jede Meditation, jede Hypnose, jedes Audio trägt die Handschrift dessen, der sie erschaffen hat.
Das wird auch so bleiben.
Marko C. Lorenz
FAQs
Verwendet Brainwave3D KI für die Musikproduktion?
Nein, unsere Frequenz-Musik wird ausschließlich von Hand im Studio produziert. Jede Komposition entsteht mit echten Instrumenten, Synthesizern und Eurorack-Modulen – ohne KI-generierte Musik.
Warum setzt Brainwave3D keine KI für Musik ein?
KI-generierte Musik klingt technisch sauber, aber es fehlt ihr die Seele. Bei unseren Produkten geht es um Musik mit Wirkung – jede Frequenz und jeder Übergang ist bewusst gestaltet, um Transformation im Gehirn auszulösen. Das erfordert Intuition und Erfahrung, die keine KI ersetzen kann.
Nutzt Brainwave3D überhaupt KI?
Ja, aber gezielt. Wir setzen KI bei Texten, Recherche und teilweise bei Meditationsstimmen ein. Gerade bei Einschlaf-Meditationen ist eine monotone KI-Stimme laut Wissenschaft oft wirkungsvoller als eine emotional gefärbte menschliche Stimme.
Ist KI-generierte Musik rechtlich sicher?
Das ist derzeit eine Grauzone. KI-Modelle wurden mit urheberrechtlich geschützten Werken trainiert, und bereits jetzt werden Tracks wegen Urheberrechtsverletzungen gesperrt. Brainwave3D verzichtet auch aus diesem Grund auf KI-Musik.
Wie entstehen die Frequenzen bei Brainwave3D?
Viele Kompositionen entstehen aus Eingebungen – in Träumen, Meditationen oder spontan im Alltag. Diese Ideen werden dann im professionellen Studio mit Synthesizern und Eurorack-Modulen umgesetzt. Die Technik dient dabei als Verlängerung der eigenen Kreativität und Intuition.
Was unterscheidet handgemachte Frequenzen von KI-Musik?
Handgemachte Frequenzen tragen eine persönliche Handschrift. Jede Schichtung, jeder Klang ist bewusst gewählt, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. KI kann Töne generieren, aber sie versteht nicht, was ein Mensch braucht, um in tiefe Bewusstseinszustände zu gelangen.